Gemeinsam mit ihrer Klassenlehrerin hat sich die 10. Klasse im Deutschunterricht mit Parodien befasst und in diesem Zusammenhang auch selbst einige verfasst. Die gelungenen Werke zu Goethes berühmter Ballade Erlkönig finden sich hier: 


Bleifußraser von Niklas Mabjaia

Wer fährt so spät durch die Straßen vorbei am Lager? 
Es ist das Auto mit seinem Fahrer. 
Das Auto drückt den Fahrer wohl in den Sitz, 
es fasst ihn sicher, das ist gewiss.

Der Fahrer birgt jetzt bang sein Gesicht. 
Scheint als sehe er des Polizistens Licht. 
Doch der Fahrer merkt bald, 
es war nur eine Nebelgestalt.

Der Fahrer fühlt sich verfolgt vom Polizisten, 
er ist aufgeregt, kann kaum noch sitzen. 
Die Straßen sind ganz leer und düster 
man hört den pfeifenden Wind und leises Geflüster.

Mit dem Auto weiter durch die Nacht, 
nimmt sich trotzdem vor den Cops in Acht. 
Weiter fährt er mit der Angst im Nacken, 
er merkt es jetzt, er ist leicht zu packen.

Der Fahrer merkt es jetzt ganz genau, 
vor ihm steht die Polizei ganz in blau. 
Er weiß es jetzt, er ist sich ganz sicher, 
die stehen da rum, man hört auch ein Kichern.

„Wehren sie sich nicht es hat keinen Wert, 
folgen sie mir dann werden sie ihres Verbrechens belehrt. 
Bei diesem Tempo mitten im Ort, 
gibt es eine Strafe, fast so streng wie bei Mord.

Die Handschnellen schnell angelegt
wird vom Fahrer der nächste Plan gehegt
er wird jedoch in den Streifenwagen gesetzt
und von der Polizei ins Revier gehetzt. 


The Walking Dead von Raphael Günther und Jan Michael Lösch

Wer rennt so spät durch Nacht und Wind?
Es sind Carl und Rick mit seinem Kind;
Er hält die Judith wohl im Arm,
er fasst sie sicher, er hält sie warm.

Carl, was birgst du so bang dein Gesicht?
Siehst Vater, du die Beißer nicht?
Die Beißer mit den vielen Morden,
Mein Sohn, es sind ja ganze Horden.

Mein Vater, mein Vater, hörst du es nicht?
Was der Beißer so leise spricht?
Sei ruhig, bleib ruhig, mein Kind;
Auf den Straßen sammeln sie sich.

Mein Vater, mein Vater, und siehst du nicht dort
die Beißer Horde am düsteren Ort ?
Carl, Carl, ich sehe es genau:
es scheint der eine Beißer so grau.

Die Beißer sehen und merken meine Gestalt,
wenn ich nicht renne machen sie mich kalt.
Der Beißer, der dich angepackt,
ich den Kopf sofort abhack.

Carl grauselts, er rennt mit Judith fort,
doch Judith in seinem Arm lacht an diesem Ort;
sie erreichen ein Haus mit Mühe und Not,
doch Rick war noch nicht dort.

 

Die Angst vor der Steuer von Kevin Stöckle

Wer läuft so spät in den Gassen und Straßen,
Es ist der Kevin mit Geld in Maßen.
Er halt es sicher.
Er ist sehr Fair.

Mein Sohn was birgst du so grün dein Gesicht?
Siehst Vater du die Steuer nicht?
Die Steuer mit Abzug, das ist doch Betrug.
Mein Sohn das ist nur Lug und Trug.

Du liebes Kind komm geh mit mir,
oder gib mir wenigstens einen Teil von dir.
Da wo du hinkommst gibt es noch viel mehr.
Und Vater Staat wird dich verprassen wie ein Herr.

Mein Vater, mein Vater und hörst du auch nicht,
was mir die Steuer da leise verspricht?
Mein Sohn, mein Sohn was redest du denn?
es gibt keine Steuer, das währ doch zum brenn.

Willst feines Geld nicht mit mir gehen?
die anderen warten schon schön.
Bis Vater Staat dann endlich eintrifft.
Und dich wieder ausgibt, bis das Geld wieder weg ist.

Mein Vater, mein Vater und siehst du nicht dort?
die Steuer die reitet da fort.

Ich liebe dich, du reizt mich so sehr.
Ich will dich haben, und von dir noch viel mehr.
Die Steuer hab ich schon im Blick,
Mein Vater, mein Vater, sie nimmt mich jetzt mit.

Dem Kevin dem grauselts und er reitet geschwind.
hält in den Armen das ächzende Geld.
doch als er es anschaute, glaubte er seinen Augen nicht.
Die Hälfte des Geldes war weg -
und das nicht mal für einen guten Zweck.

 

Der Erlkönig Parodie von Kevin Bachert

Wer schreitet so spät durch Nacht und Wald?
Es ist der Geist, ihm ist sehr kalt.
Hat in Gedanken seinen Mörder,
er ist auf der Suche nach seinem Körper.

Am Fleck seines Mords birgt er bang sein Gesicht,
und er sieht seinen Körper nicht.
Der Mörder hat ihn wohl weggebracht,
so hat er den Verdacht.

Hat den Vorfall noch gut in Gedanken,
sein Mörder mit seinen messerhaften Pranken.
Eine ungeheuerliche Gestalt,
deren Stimme umherhallt.

Unheimliche Stimmen und Gelächter hört der Geist,
als hätte etwas ihm umkreist.
Er schaut suchend umher,
kann nichts erkennen ringsumher.

Und plötzlich sieht der Geist am düsteren Ort,
seine zerfetzte Leiche mit vier Stichen durchbohrt.
Nebenan steht sein Mörder,
der lacht wie ein Gestörter.

Der Gestörte mit Messern als Finger,
der auf den Geist zeigt mit seinem Zeigefinger.
Der Geist versieht sich,
und plötzlich spürt er einen höllischen Stich.

In ihm stecken vier Klingen aus Metall,
das war wohl sein zweiter Todesfall.
Er fällt zu Boden und schaut seinem Mörder hinterher,
und hat keine Chance zur Gegenwehr.

Wacht auf in seinem Bett,
und ist verwundert komplett.
Er denkt sich,
Gott sei Dank, es war nur ein Traum und nicht wirklich.

 

 

 

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